Die osteopathische Behandlung

Ziel der Behandlung

Die Behandlung ist individuell für jeden Patienten.

 Osteopathen sind der Ansicht, dass eine langfristige Veränderung im Gewebe nur dann erreicht werden kann, wenn ihm Zeit zur eigenständigen Reaktion gegeben wird. Bei geduldiger und sanfter Vorgehensweise gibt man dem Gewebe eine optimale Chance, noch während der Behandlung oder in den anschließenden Tagen den Weg zurück in das verlorene Gleichgewicht zu finden.
Bei Verlust seines gesunden Gleichgewichts durch physische (Unfall, Haltung, wiederholte gleiche Bewegung, Umwelt etc.), psychische (Beziehung in der Familie bei der Arbeit, mit sich selbst etc. ) und hygienische Einflüsse (ungeeignete Ernährung, mangelnde sportliche Aktivität, Sucht etc.) können bei dem Patienten individuelle Störungen (Schmerzen, Blockaden, Einschränkungen etc.) entstehen.

Diese Störungen werden diagnostiziert.

Die Ursachen der Störungen werden mit Ihnen besprochen, damit zum Beispiel eine falsche Haltung oder ein ungeeigneter Bewegungsablauf, die Ursache Ihrer Beschwerden, mit Ihnen und mit der Hilfe Ihres Osteopathen korrigiert wird.

Die erste osteopathische Sitzung

Nach einer ausführlichen Aufnahme der Krankheitsgeschichte (Anamnese) erfolgen Diagnose und Behandlung ausschließlich mit den Händen. Um die Ursache der Beschwerden zu finden, untersucht und behandelt der Osteopath den Körper nach folgenden Aspekten:

  • das parietale System: den Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Faszien)
  • das viszerale System: die inneren Organe (Magen, Darm, Leber, Nieren, Herz, Lungen, Gebärmutter, usw.)
  • das cranio-sakrale System: das Schädel-Kreuzbein-System (Nervensystem)

Durch den unterschiedlich starken Druck seiner Hände kann der Osteopath Schicht für Schicht auf die verschiedenen Gewebe eingehen. Mit diesem "Zuhören" spürt er Einschränkungen in der Beweglichkeit der Gewebe, Gelenke und Organe auf. Die Behandlung ist in der Regel sanft, jedoch können bestimmte präzise Manipulationstechniken angewandt werden zum Lösen hartnäckiger Blockaden, immer unter Berücksichtigung des Gewebes, des Alters der Gelenke und Knochen, deren Zustand und natürlich Ihres Verständnisses.

Wenn Sie im Besitz von aktuellen Laboruntersuchungen, Röntgen- oder MRT- (Kernspintomographie-) Aufnahmen sind, die für Ihr Konsultationsmotiv relevant sind, bringen Sie diese bitte mit in die Praxis.

Die erste Sitzung dauert circa 45 bis 60 Minuten.

Nach der Anamnese und nach der anschließenden Untersuchung folgt direkt die Behandlung.

Die folgenden osteopathischen Behandlungen

Zu Beginn jeder Behandlung wird eine Neuanamnese und eine Untersuchung durchgeführt, um die Veränderungen und den Fortschritt der Behandlung beurteilen zu können. Weiterführende Maßnahmen, wie Ernährung oder spezifische Übungen werden, falls dies erforderlich ist, besprochen.

  • Die Anzahl der benötigten Behandlungen ist für jeden Patienten unterschiedlich, durchschnittlich reichen 3 Behandlungen aus. Nach 4 Behandlungen sollte eine deutliche Verbesserung der Beschwerden spürbar sein. Chronische Beschwerden können eine längere Behandlungsdauer erfordern.

Der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt 2 bis 3 Wochen. Es können wöchentliche Behandlungen individuell nach Absprache mit Ihrem Osteopathen und je nach Krankheitsfall vereinbart werden. Der Abstand kann, wenn die Stärke oder Frequenz der Beschwerden nachlassen, vergrößert werden.

Ein Heilversprechen kann nicht gegeben werden.

Die Behandlungskosten sind in der Regel durch private sowie Zusatzkrankenversicherungen erstattungsfähig (wenn Ihre Krankenkasse die Heilpraktikerbehandlungskosten übernimmt). Seit kurzem übernehmen auch einige gesetzliche Krankenkassen bis zu 80% der Kosten.

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